Warum das Saisonziel schon im November in Reichweite ist

04.11.21

Foto: HMB Media/Julien Becker | War angeschlagen, wird aber wohl auflaufen: Lohrs Abwehrchef Lukas Horky

Ein Sieg im Bayernliga-Derby gegen die DJK Rimpar II würde die Bayernliga-Handballer des TSV in eine Position bringen, von der sie vor einigen Wochen kaum zu träumen wagten.

Ein paar Wochen ist es her, da hatte Maximilian Schmitt das Saisonziel nach unten korrigiert. Weil die Vorbereitungszeit mit vielen Schwierigkeiten behaftet war, erklärte der Spielertrainer des Handball-Bayernligisten TSV Lohr (3./5:1), in dieser Runde auch mit dem Klassenerhalt zufrieden sein zu wollen. Das Eigenartige ist freilich: Sollte seiner Mannschaft am Samstag, 6. November, zuhause im Unterfranken-Derby gegen die DJK Rimpar II (4./2:4) gewinnen (Anwurf 19.30 Uhr, Spessarttorhalle), dann käme das öffentlich formulierte Saisonziel für die Lohrer schon nach dem vierten Rundenspiel in Reichweite. Also bereits am ersten November-Wochenende.

Der Grund für diese merkwürdige Konstellation: Die Bayernliga ist in dieser Saison in zwei jeweils sieben Mannschaften zählende Gruppen geteilt, um es dem Verband zu ermöglichen, auf eventuelle Entwicklungen in der Corona-Pandemie, wie durch Quarantäne verursachte Spielabsagen, reagieren zu können. Die jeweils ersten Drei spielen nach dem geplanten Vorrundenende Mitte Februar 2022 eine Aufstiegsrunde, die jeweils letzten Vier eine Abstiegsrunde. Nun scheint sich das Feld in der Bayern-Vorrundengruppe Nordwest früh in zwei Gruppen aufzuteilen, mit der DJK Waldbüttelbrunn, dem TSV Haunstetten und dem TSV Lohr in drei potenzielle Spitzenteams sowie der DJK Rimpar II, dem TV Erlangen/Bruck, dem TSV Friedberg und dem TSV Roßtal dahinter rangierend. Gewinnen die drei führenden Teams – Waldbüttelbrunn empfängt am Samstag Friedberg, Haunstetten spielt in Erlangen – an diesem Wochenende ihre Spiele, müssten sie anschließend schon viel verkehrt machen, um die Aufstiegsrunde zu verfehlen. Und wer in der Aufstiegsrunde spielt, hat auf jeden Fall schon einmal die Klasse gehalten.

Zwei Lohrer im Trikot des Rimparer Gegners

Doch Lohrs Spielertrainer will sich an derlei "Hochrechnungen" nicht beteiligen und formuliert die Aufgabe für Samstag simpler: "Wir haben ein Heimspiel, und Heimspiele wollen wir gewinnen." Allerdings waren nach dem jüngsten 29:27-Heimsieg über den TSV Haunstetten am 23. Oktober drei TSV-Handballer angeschlagen: Doch Maximilian Schmitt geht davon aus, dass Lukas Horky, Tom Scheiner und Markus Seltsam auflaufen können gegen die Zweitliga-Reserve aus Rimpar, die mit Maximilian Wirth und Hanno Märker zwei aus Lohr stammende Rückraumspieler in ihren Reihen hat.

Auf jeden Fall will Maximilian Schmitt die positiven Emotionen, die beim Sieg über Haunstetten beim ersten Bayernliga-Heimspiel seit eineinhalb Jahren vor voller Halle herrschten, mit in das Unterfranken-Derby nehmen. "Wir freuen uns und hoffen auf ähnliche Stimmung wie gegen Haunstetten", betont der 29-Jährige. Auch gegen Rimpar sollen wieder zwei Spieler aus dem Lohrer Perspektivkader das TSV-Aufgebot ergänzen. Voraussichtlich werden dies Ben Werthmann und Dario Sicheneder sein.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post

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