Mirco Pesics Rückkehr nach Friedberg

15.02.19

Sein Nachfolger wird gesucht: Mirko Pesic. Foto: Yvonne Vogeltanz

TSV Friedberg – TSV Lohr

(Samstag, 20 Uhr, TSV-Sporthalle)

Mit Sicherheit gut vorbereitet werden die Lohrer Handballer (11./10:22) am Samstag zum Auswärtsspiel nach Friedberg (5./20:12) fahren. Das liegt nicht zuletzt an ihrem Trainer. „Bis auf zwei oder drei Neuzugänge kenne ich den Gegner sehr gut“, versichert Mirko Pesic. Die Aussage ist nicht verwunderlich, schließlich hat der 60-jährige Kroate vergangene Saison noch den Gastgeber aus Schwaben trainiert.

Respekt vor dem Liga-Topwerfer

Besonderen Respekt hat Pesic vor dem Friedberger Fabian Abstreiter, der mit 136 Saisontoren der mit Abstand bester Werfer der Klasse ist. „Er ist der kompletteste Rückraumspieler der Bayernliga“, sagt Pesic über seinen früheren Schützling. Daher stellt der Lohrer Coach seinem Team die Aufgabe, dem Topwerfer der Liga zumindest etwas von seiner Wirkung zu nehmen. „Ganz ausschalten können wir ihn sicher nicht“, sagt Pesic.

Niederlage beim Schlusslicht

Trotz aller Qualität Abstreiters liegt der TSV Friedberg in dieser Saison hinter den Erwartungen zurück. Platz fünf mit ganzen elf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter HSC Bad Neustadt ist ein mageres Zwischenergebnis für ein Team, das vor der Saison zum erweiterten Kreis der Titelanwärter gerechnet wurde. Am vergangenen Wochenende verloren die Friedberger gar mit 26:27 beim Schlusslicht HSG Würm-Mitte, Trainer Fadil Kqiku kritisierte hernach die mangelnde Körpersprache seiner Spieler. Doch Mirko Pesic betreibt keine öffentliche Problemanalyse bei seinem Ex-Verein: „Was da genau los ist, kann ich nicht sagen. Ich habe darüber keine Informationen.“

Bangen um Horky und Seltsam

Trotz der Schwierigkeiten beim Gegner und dem recht gelungenen Start seines Teams ins neue Jahr mit zwei Siegen aus drei Spielen ist der Lohrer Coach nicht allzu euphorisch. Das hat nicht zuletzt mit der personellen Situation bei seiner Mannschaft zu tun, bei der der Einsatz von Lukas Horky (Entzündung im Fuß) und Markus Seltsam (Kniebeschwerden) fraglich ist.

„Beide sind enorm wichtig für die Abwehr und für den Angriff“, macht Pesic klar, dass ein Ausfall der zwei Rückraumspieler seiner Mannschaft sehr weh tun würde. Doch er ergänzt: „Es gibt kaum eine Mannschaft in der Liga, gegen die wir keine Chance haben.“

Ihre Chance wollen die Lohrer auf jeden Fall in Friedberg suchen. Denn um ganz sicher in der Klasse zu bleiben und sich dabei nicht auf für sie günstige Abstiegskonstellationen in der Dritten Liga verlassen zu müssen, bräuchte es für das derzeit elftplatzierte TSV-Team am Ende der Runde Rang neun. Und um eine solche tabellarische Verbesserung zu erreichen, dafür wäre am Samstag ein Erfolg bei Mirko Pesics Ex-Klub sehr hilfreich.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post

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