Lohrer schnuppern an der Derby-Überraschung

03.02.19

DJK Waldbüttelbrunn – TSV Lohr 22:20 (10:8)

Derby verloren, Selbstvertrauen gewonnen. Die Lohrer Handballer fuhren zwar ohne Punkte aus Waldbüttelbrunn heim, doch die gezeigte Leistung sorgte dafür, dass die Zuversicht für die verbleibenden Saisonspiele weiter gewachsen ist. „Wenn wir weiter so spielen, steigen wir nicht ab“, erklärte Torhüter Tom Scheiner, der nach seiner Einwechslung kurz vor der Pause eine starke Leistung gezeigt hatte. Sein Team hatte den Tabellenzweiten in ernsthafte Schwierigkeiten gebracht, doch in den spielentscheidenden Schlussminuten agierten die Hausherren ein Quäntchen cleverer.

Foto: A. Röder

Gehaltener Strafwurf

Knapp drei Minuten vor Schluss hatte Scheiner beim Stand von 20:20 das Feld verlassen, für ihn kam Tamas Szabo, der sogleich einen Siebenmeter von DJK-Spieler Andreas Paul parierte. Beim folgenden Gegenangriff hatten die Lohrer die Möglichkeit, in Führung zu gehen. „Wer da das nächste Tor macht, gewinnt das Spiel“, befand Waldbüttelbrunns Trainer Dusan Suchy. Doch da kein Gästespieler rechten Drang zum Tor zeigte, signalisierten die Referees passives Spiel und zwangen die Lohrer zu einem überhasteten Wurf, der nicht sein Ziel fand. „Es war unser sechster Wurf an die Latte, wir hatten einfach kein Glück“, bemerkte Tom Scheiner.

Das hatten in der Folge die Gastgeber, die ihrerseits 69 Sekunden vor Schluss durch Lukas Tendera vorentscheidend mit 21:20 in Führung gingen. „Das war nicht so schwer, weil ich super freigespielt wurde. So frei war ich die ganze Zeit zuvor nicht“, stellte Tendera fest, nach dessen Tor Lukas Meyer gegen eine offene Manndeckung für den 22:20-Endstand sorgte.

Zu wenig Tore

„Wir haben eine hervorragende Abwehr gespielt, aber wir haben zu wenig Tore geworfen“, befand Lohrs Trainer Mirko Pesic. Nicht kommentieren wollte er die Leistung des Bergtheimer Schiedsrichtergespanns, das sich allerdings während des Spiel häufig mit Unmutsäußerungen von der Lohrer Bank konfrontiert sah. Fakt ist: Johannes und Maximilian Frosch hatten viele knifflige Entscheidungen in einer Partie zu treffen, die von robustem Abwehrspiel geprägt war. Besonders die Kreisläufer auf beiden Seiten hatten keinen schmerzfreien Abend, immer wieder wurden Tobias Glöggler und Bastian Demel auf Waldbüttelbrunner und Ivan Majic auf Lohrer Seite unsanft zu Boden befördert.

Torarm und hektisch

Beide Teams nutzten in der ersten Hälfte ihre Chancen nicht, sich deutlicher abzusetzen. Lohr führte in der Anfangsphase mit 3:1 und ließ dazu noch weitere Wurfchancen aus. Die Gastgeber lagen kurz vor der Pause mit 10:7 vorn, doch Felix Wolf fand bei einem Wurf von der Linksaußenposition in Keeper Tom Scheiner seinen Meister.

So blieb es bis in die zweite Hälfte hektisch, torarm und vom Stand her eng, bis in den letzten Sekunden die Treffer von Tendera und Meyer die Partie zu Gunsten der Hausherren entschieden. Lohr indes bleiben noch elf Spiele, um den möglichen Abstiegsplatz elf zu verlassen. Der Auftritt in Waldbüttelbrunn hat dem Team jedenfalls Zuversicht verliehen, dass dies bis zum Ende der Saison auch gelingen könnte.

U. Sommerkorn

Statistik

Waldbüttelbrunn: Feuerbacher (1. – 35., 55. – 60.), Orsolic (35. – 55.) – Stumpf 3, Wolf, Feitz 1, Tendera 5, Glöggler, Paul 7/3, Issing, Kwiatkowski 5, Renz, Kirchner, Demel, Meyer 1.

Lohr: Szabo (1. – 29., 57. – 60.), T. Scheiner (29. – 57.) – Zeleny 2/1, Seltsam 2, F. Schmitt 3/1, Röder 1, Gremzde 1, J. Schmitt 5, Majic 1, Born, Horn 1, Gehl, Zehnter, Horky 4.

Schiedsrichter: Frosch/Frosch (Bergtheim).

Zeitstrafen: 3:4.

Siebenmeter: 5/3 – 3/2.

Zuschauer: 450.

Spielfilm: 1:3 (7.), 4:3 (15.), 10:7 (29.), 13:13 (38.), 16:16 (45.), 18:19 (59.), 21:10 (59.).

Quelle: Main-Post

Foto: A. Röder

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