Der Druck ist gewaltig

19.10.18

„Wir müssen gewinnen.“ Lohrs Trainer Bernd Becker weiß um die enorme Bedeutung der Partie gegen Regensburg. Foto: Yvonne Vogeltanz

TSV Lohr – SG Regensburg

(Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle)

Schaut man sich die Lage beim TSV Lohr (13./0:10) an, dürfte Bernd Becker keinen Widerspruch ernten, wenn der Trainer vor dem Heimspiel gegen die SG Regensburg (8./5:5) sagt: „Wir müssen gewinnen!“ Seine Mannschaft hat alle fünf Saisonspiele verloren und steht daher unter Druck, auch wenn sie die Niederlagen samt und sonders gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte kassierte und jüngst beim 20:24 in Rimpar keine schlechte Leistung zeigte.

Nun also folgt für die Lohrer die Phase, in der überwiegend Vergleiche gegen die weiter unten rangierenden Teams der Bayernliga anstehen. Doch bis auf die Heimspiele gegen Regensburg am Samstag und gegen Rothenburg (15. Dezember) muss Beckers Team gegen die direkten Konkurrenten stets auswärts ran. Nicht eben ein Vorteil im Abstiegskampf. Doch auf Hochrechnungen über den weiteren Saisonverlauf mag sich der TSV-Coach nicht einlassen: „Es zählt jetzt nur das Spiel gegen Regensburg“, betont er.

Leichteres Auftaktprogramm

Die Gäste aus der Oberpfälzer Bezirkshauptstadt sieht Becker „nicht als normalen Aufsteiger“. Das Team nennt sich seit dem Aufstieg in die Bayernliga vor der Saison „Regensburg Adler“, für den Spielbetrieb der ersten Mannschaft wurde eine aus dem Verein ausgegliederte GmbH gegründet. Als gefährlichste Akteure hat Becker den dynamischen Marcel Elgeti im linken Rückraum sowie die Außenspieler Florian Uhl und Tom Wuka ausgemacht, wobei Letzterer auch als effektiver Störenfried auf der vorgezogenen Abwehrposition aufgefallen sei. Fünf Punkte hat das Team von SG-Trainer Kai-Uwe Pekrul bereits geholt, allerdings hatte es ein leichteres Auftaktprogramm als die Lohrer.

„Daneben haben sie noch einige internationale Akteure“, so Becker und meint damit Handballer, die aus Osteuropa stammen. „Die haben einen breiten Kader und wechseln auch geschickt. Ich glaube nicht, dass wir sie müde spielen können“, sagt der Lohrer Coach. Zumal auf Seiten der Gastgeber nach den Ausfällen von Lorenz Schmitt (Bruch des Handgelenks) und Janis Gremzde (Schulterverletzung) der Fundus an Rückraumspielern nicht allzu üppig bestückt ist. Wie schwer Gremzdes Verletzung ist, konnte Becker am Donnerstag noch nicht sagen. Der lettische Ex-Nationalspieler, der in der Vergangenheit an der Schulter bereits operiert worden ist, hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine endgültige Diagnose.

Quintett im Rückraum

So werden auf den Lohrer Rückraumpositionen wieder Lukas Horky, Jannik Schmitt, Jonathan Born, Markus Seltsam und Fabian Zehnter in der Verantwortung sein. „Die Jungs haben begriffen, um was es geht“, sagt Becker nach seinen Trainingseindrücken. Schließlich sei gegenwärtig die Situation noch korrigierbar. Doch eine weitere Niederlage würde die Lage beim Tabellenvorletzten weiter zuspitzen.

U. Sommerkorn

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Hochrechnungen-Handballspieler-Widerspruch-Niederlagen-und-Schlappen-Der-Druck-auf-Lohr-ist-gewaltig;art798,10086313#paywallanchor

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