Saisonstart der Lohrer Landesliga-Handballer mit Fragezeichen

18.09.21

Vor dem Saisonauftakt: Trainer Christian Rath und sein Lohrer Landesliga-Team | Foto: Y. Vogeltanz

Wenn das Landesliga-Auftaktspiel der Handballer des TSV Lohr II an diesem Samstag bei der SG Helmbrechts/Münchberg angepfiffen wird (19.45 Uhr in Münchberg), dann werden 558 Tage vergangen sein, seit sie ihre letzte Partie in der Bezirksoberliga bestritten haben. Am 8. März 2020 gewannen sie 29:27 bei der SG/DJK Rimpar II. Dann folgten der erste Corona-Lockdown, der Saisonabbruch im bayerischen Handball und die Ausrufung der Lohrer Reserve als Meister, die im März 2020 Tabellenführer gewesen war und die somit einen Platz in der Landesliga erhielt.

Doch die folgende Landesliga-Saison bestand für die Mannschaft von TSV-Trainer Christian Rath nur aus einem Spiel: Am 3. Oktober 2020 verlor die Lohrer Reserve daheim gegen den TSV Rothenburg mit 19:29. Danach der nächste Corona-Lockdown und der nächste Saisonabbruch.

Nun also der nächste Anlauf in der Spielzeit 2021/22: "Wo wir stehen, kann man ganz schwer sagen", erklärt Trainer Rath und ergänzt, dass man das wohl auch nach dem Auftaktspiel in Münchberg noch nicht sicher wissen werde. Zu lange war die Zwangspause, zu schwierig gestaltete sich die Saisonvorbereitung. Da die Lohrer Spessarttorhalle noch bis Ende des Monats als Corona-Impfzentrum des Landkreises genutzt wird, waren die Trainingsmöglichkeiten eingeschränkt. So übten Rath und sein Team oft im Nägelsee-Sportzentrum. Wenn die Halle zugänglich war, drinnen, war die Sportstätte geschlossen oder anderweitig besetzt, ging es auf den Hartplatz. Auch fand die ein oder andere Einheit im 20 Kilometer entfernten Marktheidenfeld statt, dazu nahm das Team Testspiel-Möglichkeiten in fremden Hallen gerne wahr. Könnten sich diese Bedingungen nun als Nachteil erweisen? "Ich glaube, auch für andere Vereine ist es schwierig gewesen, man wird sehen", erklärt Christian Rath gelassen.

Drei Neuzugänge vom HSV Main-Tauber Kreuzwertheim

Den Stamm seiner Mannschaft bilden Lohrer Eigengewächse. Dazugekommen sind mit Rückraumspieler Kevin Kunzmann, Kreisläufer Luis Eichelbrönner und Torwart Benedikt Schack drei Spieler vom HSV Main-Tauber Kreuzwertheim, der in der Vor-Coronazeit in der Bezirksliga spielte. Nicht mehr dabei sind bereits seit vergangenem Jahr die Routiniers Janis Gremzde und Andreas Avar. Ersterer ist in seine lettische Heimat zurückgekehrt, Letzterer hat aus Verletzungsgründen seine sportliche Laufbahn beendet. Ferner ist Rückraumwerfer Mischa Bauer ist wegen anhaltender Kniebeschwerden nur eingeschränkt einsetzbar.

Beim Saisonauftakt in Oberfranken sieht Rath sein Team vor einer hohen Hürde. Als Schlüsselspiel sieht hingegen die nächste Partie drei Wochen später beim zweiten unterfränkischen Vertreter, dem TV Michelfeld (Samstag, 9. Oktober). Den hat der Lohrer Trainer als direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt ausgemacht. Bis die Lohrer Reserve erstmals in eigener Halle spielt, wird es noch etwas dauern. Denn nach der Verlegung des Impfzentrums ins Marktheidenfelder Krankenhaus muss die Spessarttorhalle erst einmal wieder für den Sport "fitgemacht" werden und ist daher Anfang Oktober noch nicht zugänglich. Erster Heimspieltermin ist dann Samstag, 23. Oktober, gegen die HSG Neustadt/Rödental.

U. Sommerkorn

Quelle: Main-Post

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