TB Roding - TSV Lohr
Frantisek Fabian peilt mit dem TSV Lohr einen Spitzenplatz an - Bayernliga-Auftakt am Sonntag bei heimstarken Rodingern
TB Roding - TSV Lohr. - Sonntag, 16.30 Uhr
»Mit diesem Team wollen wir uns in der Spitzengruppe positionieren.« Diese klare Ansage macht der Trainer des Handball-Bayernligisten TSV Lohr, Dr. Frantisek Fabian, wenige Tage vor dem Start in die Saison 2011/12. Der Vorjahres-Dritte will die Basis am Sonntag mit einem Sieg bei heimstarken Rodingern legen.
»Wenn wir gleich auswärts etwas holen, bekommt die Saison ein ganz anderes Gesicht als letztes Jahr«, fiebert Fabian der Premiere entgegen. Denn im Vorjahr hatte Lohr den Saisonstart verpatzt und war erst Mitte der Vorrunde in Schwung gekommen.
Neues Trio ist »hungrig«
Leicht verändert hat sich der Lohrer Kader. Neu ist ein Trio von Jugendlichen aus dem Handball-Leistungszentrum (HBLZ) Großwallstadt. Die Zwillinge Tom und Lars Spieß sowie Yannick Bardina sind mit einem Doppelspielrecht für die Junioren des TV Großwallstadt sowie für die Aktiven des TSV Lohr ausgestattet. Sie spielen alle drei in der A-Jugend-Bundesliga. Das hat Priorität. Doch trotz oder gerade deshalb sieht Dr. Fabian die Youngsters als Verstärkungen. Doch können die Nachwuchskräfte die Doppelbelastung kompensieren? »Sie wollen es, und was den Erfolg betrifft, haben sie eine gute Einstellung«, betont der Lohrer Trainer. Die drei Spieler, die alle Jahrgang 1994 sind, seien hungrig.
In der abgelaufenen Saison bot das HBLZ noch selbst eine Mannschaft in der Männer-Oberliga auf. Nun konzentriert man sich am Untermain auf die Teams im Bereich A- bis C-Jugend, die in der Bundes- beziehungsweise Bayernliga an den Start gehen. Die Spieler des HBLZ, die meist im angeschlossenen Internat wohnen, sammeln zusätzlich bei höherklassigen Vereinen in der Umgebung weitere Erfahrung. »Lohr bietet hier eine Anschlussförderung.« Deshalb führt Dr. Fabian den Gewinn der drei neuen Spieler auch auf den guten Ruf des TSV Lohr in diesem Bereich zurück.
Mehr Alternativen
Die personellen Alternativen Fabians sind damit besser geworden. Auf der zentralen Rückraum Mitte Position wird mit Benjamin Scheiner ein Leistungsträger und Motivator zu finden sein. Ebenfalls die Regie führen können Lars Spieß und Mike Haberberger. Ihnen zur Seite stehen im linken Rückraum Tom Spieß, Milan Kralik und Bob Zeleny. Letzterer ist als Allrounder auch auf anderen Positionen variabel einsetzbar. Im rechten Rückraum plant Dr. Fabian mit Peter Vozar und Yannick Bardina.
Die Linksaußenposition wird von Alexander Stroka und Andreas Avar eingenommen. Auf der rechten Außenbahn ist nach dem Abgang von Manuel Krahne (HSV Main-Tauber) nur Benjamin Horn vorgesehen, der allerdings auch von Yannick Bardina vertreten werden kann. Am Kreis bietet der TSV Maximilian Brunner, Marius Rahtz und David Imhof auf. Torhüter sind Stefan Schüßler und Manuel Prokscha.
»Ganz hart arbeiten«
In zwei Kategorien teilt Dr. Fabian seine Mannschaft ein: »Die drei bis vier erfahrenen Spieler müssen uns die nötige Routine geben. Die jungen Spieler müssen ganz hart arbeiten.« Das zu verbinden, sei nicht so leicht. »Aber die harte Vorbereitung macht mich zuversichtlich.« Verlassen hatte den TSV neben Krahne noch Spielmacher Maximilian Schmitt, der nach nur einjährigem Intermezzo in Lohr nun erneut für den HSC Bad Neustadt spielt.
Der erste Gegner ist unbequem, agiert schnell und in der Abwehr aggressiv. »In Roding haben wir auswärts oft nicht gut ausgesehen. Sie sind zuhause eine Macht«, weiß Fabian. Roding hat eine erfahrene Mannschaft mit einem begeisterungsfähigen Publikum. »Aber irgendwann«, so Fabian, »muss unsere Negativserie dort auch einmal zu Ende sein.« Mit Fabian Grassl, den Müller-Brüdern, Dominik Weh und Jiri Piroch sind die Gastgeber routiniert und körperlich gut besetzt. Fast alle TB-Spieler sind 1,95 bis 2,00 Meter groß.
Kristina Endres
Quelle: Main-Echo
