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"Meine Zukunft sehe ich in Lohr"

»Meine Zukunft sehe ich in Lohr«

Marius Rahtz trifft am Sonntag viele ehemalige Teamkameraden wieder

Wenn es am Sonntagnachmittag zum Gastspiel der Lohrer Handball-Männer beim HBLZ Großwallstadt kommt, handelt es sich nicht nur um ein gewöhnliches Lokal-Derby. Gleichzeitig treffen nämlich mehrere ehemalige HBLZ-Akteure, die mittlerweile das TSV-Trikot tragen, auf ihre ehemaligen Mannschaftskameraden aus der Jugend.Einer von ihnen ist Marius Rahtz. Der Wirtschaftsingenieur-Student, der einst mit elf Jahren beim TSV Lohr das Handball-Spielen erlernte, wechselte zur Saison 2007/08 nach Großwallstadt zum HBLZ. Zwei Jahre später kehrte er in das Oberliga-Team seines Heimatvereins zurück. Mit dem 19-Jährigen sprach unsere Mitarbeiterin Kristina Endres vor dem unterfränkischen Vergleich.

Warum sind Sie damals in das Handball-Leistungszentrum nach Großwallstadt gewechselt?
Der Anruf kam vom Leistungszentrum. Dadurch, dass wir damals in der Jugend öfter gegen Großwallstadt gespielt haben, wurden Max (Maximilian Schmitt, Anm. d. Red.) und ich zum Probetraining eingeladen. So hat sich unser Wechsel ergeben.

Wie sah der Alltag während dieser Zeit aus?
In der ersten Saison sind wir noch gependelt. Wir sind in Lohr zur Schule gegangen und anschließend mit dem Zug gefahren. Danach haben wir im HBLZ gelebt. Es war eine Art Internat. Dass heißt aber nicht, dass wir dort zur Schule gegangen sind, sondern es gab Partnerschulen. 

Wurden Ihre Erwartungen am Untermain erfüllt?
Ja, auf jeden Fall. Wir hatten gute sportliche Gegebenheiten mit dem Training und den Trainern. Zudem gab es Spielmöglichkeiten in Kirchzell, wo wir auch trainiert haben. Das Umfeld war in Ordnung, und mit den Partnerschulen lief es super. 

Was waren die Gründe Ihrer Rückkehr zu Ihrem Heimatverein TSV Lohr?
Es waren in erster Linie schulische Gründe. Ich habe für mich selbst beschlossen, dass ich nicht bis in die Bundesliga kommen werde. Deshalb wollte ich meine Schule mit dem Abitur an der Fachoberschule in Marktheidenfeld beenden. Die ersten Gespräche habe ich natürlich mit meinem Heimatverein geführt, weil ich mich hier immer wohl gefühlt habe. Und natürlich weil Ferry (Dr. Frantisek Fabian, Anm. d. Red.) als Trainer im Gespräch war. Unter ihm habe ich in der A-Jugend in Großwallstadt trainiert. 

Maximilian Schmitt hat in dieser Woche seinen Wechsel in die dritte Liga nach Bad Neustadt bekanntgegeben. Wie sehen Sie Ihre sportliche Zukunft?
Die sehe ich in Lohr. Wenn möglich, möchte ich mit meiner Mannschaft irgendwann in die dritte Liga aufsteigen. In der Abwehr, denke ich, passt meine Leistung. Im Angriff möchte ich mich noch verbessern. 

Was ist das Besondere am Aufeinandertreffen mit Ihrem ehemaligen Verein?
Es sind die Spieler, mit denen ich damals in der Jugend in einer Mannschaft war. Die Freundschaften bestehen immer noch. Wir sind regelmäßig in Kontakt. 

Wie ist Ihre Prognose für das Derby am Sonntag?
Es wird auf jeden Fall ein schweres Spiel. Das HBLZ musste zwar einige Leute abgeben, dafür wird es aber für uns nicht leichter. Sie spielen schnellen Handball. Darauf müssen wir uns einstellen. Ansonsten hoffe ich natürlich auf einen Sieg für uns.


Quelle: Main-Echo