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TSV Lohr - TSV Rothenburg

Max Brunner

Der Angstgegner zieht den Kürzeren


Lohrer Spieler feiern Sieg gegen Rothenburg ausgelassen - Tolle Serie von Brunner - Zwei Kempa-Treffer

TSV Lohr - TSV Rothenburg 31:27 (13:11)

Die Lohrer Männer bleiben Tabellenführer Auerbach dicht auf den Fersen. Durch einen hart umkämpften Erfolg über »Angstgegner« Rothenburg behauptet das Team von Trainer Dr. Frantisek Fabian weiter den zweiten Rang. Von den vorangegangenen vier Partien gegen Rothenburg hatte Lohr drei verloren gehabt.
Dass die Heimpartie gegen die Mittelfranken nicht zu einem Spaziergang werden würde, zeichnete sich bereits zu Spielbeginn ab. »In der Anfangsphase waren wir zu spannungslos, und es gab zu viele Undiszipliniertheiten,« machten sich die Hausherren aus Sicht von Fabian das Leben selbst schwer. Ehe sich die Gastgeber versahen, lagen sie mit 1:4 im Hintertreffen. Während die Gäste nach Belieben im Lohrer Kasten einnetzten, waren die Wurfversuche der Lohrer zu unplatziert und somit leichte Beute des gut aufgelegten Rothenburger Keepers, Andreas Amann. Der Schlussmann parierte unter anderem bereits in den ersten Minuten zwei Siebenmeter-Strafwürfe von Bob Zeleny und Lars Spieß.
Der Lohrer Coach beantragte deshalb bereits nach acht Minuten die erste Auszeit. Und offensichtlich hatte er die passenden Worte gefunden. Nach Anspiel von Benjamin Horn verwandelte Maximilian Brunner per Kempa-Trick einen sehenswerten Treffer. Der Kreisläufer war alleine mit vier Treffern in sechs Minuten maßgeblich daran beteiligt, dass Lohr den 1:4-Rückstand in eine 7:6-Führung verwandelte. »Wir haben im Angriff eine bestimmte Variante angesagt. Das hat sofort funktioniert«, freute sich Fabian.
Auch nach der Pause blieb die Partie eng, wenngleich der TSV Lohr keine Führung der Gäste mehr zuließ. Erst in der 47. Minute setzten sich die Lohrer erstmals mit vier Toren Differenz ab. Peter Vozar steuerte nun ebenfalls drei Treffer aus dem rechten Rückraum bei. Auch Bob Zeleny, dem der Trainer bereits früh eine Pause gegönnt hatte, kam nun besser in die Begegnung. Seine drei Tore zwischen der 52. und 55. Minute ließen die Lohrer vorentscheidend auf 28:24 davonziehen.
Die Gäste gaben sich noch nicht auf. In dieser Phase steigerte sich Schlussmann Stefan Schüßler. Neben mehreren Paraden aus dem Spiel heraus wehrte er auch einen Strafwurf von Hannes Kölle ab. Zwei Sekunden vor Abpfiff war es Yannick Bardina vorbehalten, per Kempa den Schlusspunkt zu setzen. Nach der nervenaufreibenden Partie feierte der Tabellenzweite ausgelassen seinen so wichtigen Sieg vor dem mit 700 Zuschauern gut besetzten Lohrer Publikum.

Auch ohne die ordnende Hand

»Leider mussten wir ohne Benjamin Scheiner auskommen, der unsere Leitfigur ist,« fand Fabian, dass in seinem Team zeitweise die führende Hand gefehlt habe. »Im Endeffekt war in der zweiten Halbzeit das Spiel aber nicht in Gefahr.« Auch aus der Rückkehr von Alexander Stroka in den Kader ist nichts geworden. Beim Aufwärmen mit dem Reserve-Team kristallisierte sich heraus, dass der Linksaußen noch nicht einsatzfähig ist. 

Kristina Endres

 

TSV Lohr: Schüßler (Tor, 1. bis 49. Minute, 51. bis 60.), Prokscha (Tor, 49. bis 51.), Zeleny 5, L. Spieß 4, Brunner 7/1, Avar, Kralik 1, Haberberger, Rahtz, Bardina 5, Horn 2, T. Spieß 3, Scheiner (nicht eingesetzt), Vozar 3
TSV Rothenburg: Amann (Tor, 1. bis 45., 52. bis 60.), Resler (Tor, 45. bis 52.), F. Kölle 1, H. Kölle 9/4, Ehrlinger 3, Ladygin 5, Wittmann 3, Ulics 2, Pfingstgräf 4, Striffler.
SR: Elfinger/Wölfel (HC Erlangen/TSV Röthenbach)
Zuschauer: 700
Siebenmeter: Lohr 3/1 (Amann hält gegen Zeleny und L. Spieß); Rothenburg 5/4 (Schüßler hält gegen H. Kölle)
Zeitstrafen: Lohr 5 (Bardina 2 Zeleny, L. Spieß, Rahtz); Rothenburg 4 (F. Kölle 2, Ulics, Pfingstgräf).
Spielfilm: 1:4 (8.), 3:6 (12.), 7:6 (16.), 8:8 (19.), 10:8 (21.), 13:11 (29.), 13:13 (32.), 17:15 (39.), 19:18 (43.), 22:18 (47.), 23:22 (50.), 28:24 (55.), 29:27 (59.), 31:27 (60.).

Quelle: Main-Echo