TSV Lohr - TSV Ottobeuren
Bob Zeleny
TSV Lohr besiegt Angstgegner Ottobeuren und hält den Anschluss zur Spitze - HBLZ-Quartett im Stress
TSV Lohr - TSV Ottobeuren 25:17 (12:8)
Die Revanche gegen den Angstgegner aus Ottobeuren ist dem TSV Lohr in der heimischen Spessarttorhalle geglückt. Die Lohrer erreichten am Samstagabend Wiedergutmachung für die bittere 16:19-Heimniederlage zu Beginn der vergangenen Saison. Durch den deutlichen Sieg bleiben die TSVler dem Spitzenduo auf den Fersen.
So hatte es Schmitt erwartet
»Das Spiel war wie von mir erwartet - zäh und träge«, sagte hinterher der Lohrer Co-Trainer, Gerald Schmitt. Bereits im Vorfeld der Begegnung hatte sich Schmitt, der den auf Klassenfahrt weilenden Dr. Frantisek Fabian vertrat, daran erinnert, dass Ottobeuren torarme Spiele produziert. Deshalb forderte er von seinen Schützlingen, dass diese aus einer stabilen Abwehr heraus vermehrt über den Gegenstoß ihre Chancen suchen sollten.
Und es schien, als ob der Co-Trainer seine Mannschaft von Beginn an richtig eingestellt hatte. Die Gastgeber standen ab der ersten Sekunde sicher in der Deckung. »Milan Kralik hat die Abwehr gut organisiert, und Stefan Schüßler stark gehalten«, lobte Schmitt zwei seiner Routiniers. Die Spessarter provozierten bereits von Beginn an technische Fehler oder Fehlwürfe ihrer Gegenüber. Die von der Hintermannschaft erkämpften Bälle verwandelten die Lohrer bereits zu diesem frühen Zeitpunkt in Tore per Tempogegenstoß. Schmitt: »Hinten waren wir optimal gestanden und haben nur acht Tore bis zur Pause kassiert.«
Sieben Treffer in Serie
Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste zunächst noch wenige Minuten auf Tuchfühlung. Doch spätestens nach gut 40 absolvierten Minuten bogen die Einheimischen auf die Siegerstraße ein. Eingeleitet durch einen gehaltenen Siebenmeter durch Torwart Schüßler ließen sieben Treffer in Folge den Vorsprung des TSV Lohr bis fünf Minuten vor der Schlusssirene auf zwischenzeitlich zehn Tore Unterschied anwachsen. Beachtlich in dieser Situation war, dass sich auch frisch eingewechselte Spieler von der Bank in die Torschützenliste eintrugen. Und immer wieder glänzte Schüßler durch gehaltene Würfe.
Die Kräfte lassen nach
»Ottobeuren sind scheinbar am Ende etwas die Kräfte ausgegangen«, beurteilte Schmitt nach dem Spiel die Leistung der Gäste. »Im Endeffekt haben wir ziemlich deutlich gewonnen.« Ihren Beitrag dazu leisteten auch wieder die jungen Akteure aus dem Handball-Leistungszentrum (Bardina, Purucker, Tom und Lars Spieß), die am gleichen Tag erst um 16 Uhr ein Junioren-Spiel in Großwallstadt bestritten hatten.
Kristina Endres
TSV Lohr: Schüßler (Tor), Prokscha (Tor, nicht eingesetzt), Zeleny 9/5, L. Spieß 4, Scheiner 2, Purucker, Brunner 2, Vozar, Kralik, Haberberger, Rahtz 1, Bardina 3, Horn 3, T. Spieß 1.
TSV Ottobeuren: Varga (Tor, 1. bis 51. Minute), Albrecht (Tor, 51. bis 60., und bei einem 7m), Schaffer, Wittlinger 5, Dündar, Susan 1, Polyfka 2, John 3, B. Bartenschlager 3, S. Bartenschlager 1, Höbel 2, Stumpf.
Schiedsrichter: Roost/Stark (HC Regen/TV Landau)
Zuschauer: 550
Siebenmeter: Lohr 6/5 (Albrecht hält gegen Zeleny), Ottobeuren 2/0 (Schüßler hält gegen Polyfka und John)
Zeitstrafen: Lohr 1 (Brunner), Ottobeuren 4 (Schaffer, Wittlinger, B. Bartenschlager, S. Bartenschlager).
Spielfilm: 1:0 (1. Minute), 4:1 (8.), 5:3 (14.), 8:5 (20.), 11:7 (25.), 12:8 (30.), 14:12 (38.), 23:13 (55.), 23:16 (58.), 25:17 (60.).
Quelle: Main-Echo