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Bericht aus Coburg

Erst glücklos, dann hellwach, am Ende jedoch nicht abgeklärt genug:
Auch gegen den TSV Lohr hat es für den HSC 2000 Coburg II nicht zum ersten Sieg in der Bayernliga gereicht.

Der Spielplan meint es wahrlich nicht gut mit dem HSC 2000 Coburg. Nach Auerbach und Fürstenfeldbruck kam mit Lohr bereits die dritte Top-Mannschaft auf die Schützlinge von Trainer Ralf Baucke zu. Die Gäste bewiesen gleich zu Beginn, warum sie als einer der Anwärter auf den Regionalliga-Aufstieg gelten: Angetrieben vom ehemaligen Obernburger Zweitligaspieler Peter Vozar kamen die Lohrer immer wieder zu einfachen Treffern aus dem Rückraum. Der HSC tat sich gegen die starke Abwehr der Gäste schwerer, hatte aber auch bei zahlreichen Abprallern das Glück erneut nicht auf seiner Seite. Die Coburger ließen zu viele Chancen ungenutzt, während Lohr davon profitierte, dass die Coburger Torhüter diesmal leider kaum eine Hand an den Ball brachten.

Über 4:6 ging Lohr auf 9:15 davon, spätestens beim 12:18-Halbzeitstand aus Sicht der Coburger schien das Spiel bereits entscheiden. Der HSC jedoch schwor sich in der Kabine neu ein und nahm sich vor, sich selbst mit großem Kampfgeist wieder zurück ins Spiel zu bringen. Und dies gelang.

Der starke Hajck Karapetjan gab ein ums andere Mal zusammen mit Kreisläufer Stefan Schuhmann den Mittelblock der Gäste das Nachsehen. Die sich bietenden Chancen wurden konsequent genutzt und so waren die Coburger beim 20:23 wieder dran. Immer wieder fanden die Hausherren nun die Lücken in der Lohrer Abwehr und schafften es beim 27:27 sogar, wieder völlig auf Augenhöhe zu sein. Das Spiel war nun offen und bis zum 30:31 acht Minuten vor dem Ende hatten die Coburger die berechtigte Hoffnung, Punkte einzufahren. Doch nun ließen die Hausherren leider die nötige Ruhe vermissen, machten ein paar technische Fehler zu viel und Lohr nutzte dies im Stile einer Spitzenmannschaft aus. Drei Tore in Folge zum 30:34 markierten die Entscheidung, am Ende gewann Lohr mit 31:37.

Am kommenden Wochenende in Rothenburg müssen für Coburg nun endlich die ersten Zähler her – auf der Leistung im zweiten Abschnitt kann man aufbauen.

HSC 2000 Coburg II: Karapetjan, Faber – Metz (2), Schramm (3), Wagner, Franke (2), Lutz (2), Stumpf, Wolf (2), S. Schuhmann (10/6),  C. Schuhmann, Weißbrodt (2), Hajck Karapetjan (8/1).

Bericht von Stefan Schumann, Coburger Tageblatt vom 17.10.2011