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Bericht aus Roding

Ruf nach Verstärkung lauter beim TB Roding

Rodinger 20:34 im Spessart war erwartet, doch die Konkurrenz im Tabellenkeller punktet.

Ohne mehrere Stützen hatten sich die »Turner« bei Spitzenteam TSV 46 Lohr ohnehin nichts ausgerechnet. Doch der Bayreuther Sieg in Haunstetten war weitere negative Begleiterscheinung, denn nun ist auch der Tabellenvorletzte punktgleich mit Roding. Von Beginn an war Roding bei den heimstarken Mainfranken chancenlos, nur beim 1:1 stand das Spiel ausgeglichen, dann setzte sich Lohr mit einer in allen Belangen besseren Leistung ab, hatte das Spiel schon nach 25 Minuten entschieden (15:4). Roding war ohne Torjäger Steve Müller hilflos, ohne spielerische Linie, fand keinen Weg durch die körperlich überlegene Lohrer Abwehr.
Auch Dominik Weh, der Müller auf der Halbposition ersetzen sollte, konnte sich am Vorabend seines Geburtstages nur selten durchsetzen. Der Schwandorfer kam aber immerhin auf sechs Tore, bei allerdings vielen Fehlwürfen. Ebenso erging es seinem Pendant Fabian Graßl auf der halblinken Rückraumseite gegen die flinken und aggressiven Lohrer Abwehrspieler. Worauf sich die Lohrer von Beginn an verlassen konnten, war ihre 6:0-Deckung. Die zwang Roding oft zu Ballverlusten oder technischen Fehlern. Somit kam das junge Lohrer Team zu vielen Gegenstößen, die auch erfolgreich abgeschlossen wurden.
Neben Benjamin Horn profitierte davon Lohrs Zugang Denny Purucker, der in seiner ersten Partie im TSV-Trikot gleich 60 Minuten auf dem Parkett stand. „Er hat sich super integriert, obwohl er erst eine Trainingseinheit mit der Mannschaft hatte. Trotzdem hat er die Theorie sehr gut verinnerlicht“, freute sich Lohrs Coach Frantisek Fabian über die Verstärkung durch den mit Doppelspielrecht ausgestatteten Junior des TV Großwallstadt. Da waren auch die Rodinger beeindruckt, wie die Youngster Lars Spieß, Yannick Bardina und Denny Purucker mit viel Zug zum Tor aufspielten, dass die volle Spessarttorhalle wieder einmal ihren Spaß hatte. Schon fünf Minuten vor der Pause durften die Gastgeber einen Gang zurückschalten, ließen ihre Gäste aus dem Bayerischen Wald ein wenig mitspielen (15:8).
Beide Trainer nutzten das klare Ergebnis und ließen auch die Bankspieler ran. Die Rodinger kamen besser zur Geltung, weil Lohrs Abwehr nicht mehr so konsequent war. Roding hielt die zweite Halbzeit somit einigermaßen ausgeglichen, so dass es zehn Minuten vor Schluss nur noch 23:17 stand. Fabian schickte danach aber wieder seine erste Sechs aufs Feld, beim TB 03 häuften sich logischerweise die Fehler, der Torabstand zwischen beiden Seiten vergrößerte sich wieder.
»Wir wussten, dass wir nicht viel reißen würden, die Lohrer haben auch ein richtig gutes Spiel gemacht«, so Rodings Übungsleiter Manfred Paulus, der erneut darauf aufmerksam machte, dass »wir mit der momentanen Mannschaft wirklich Probleme bekommen werden.«
Ein kleiner Lichtblick war das Comeback von Michael Sigl und Sebastian Bäcker, die zehn Minuten mitspielten. Verstärkung ist dennoch dringend angeraten, so der Rodinger Tenor, schließlich haben sich auch viele Konkurrenten im Abstiegskampf über die Weihnachtspause verstärkt .
Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung heraus konnte sich jeder Lohrer in die Torschützenliste eintragen. »In der zweiten Halbzeit haben wir mit unserer Substanz das Tempo noch einmal erhöhen können«, freute sich Frantisek Fabian. Neben Alexander Stroka und Andreas Avar war Tom Spieß ebenfalls nicht einsatzfähig. Der Youngster leidet an einer Wirbelsäulenblockade. »Das war eine Vorsichtsmaßnahme, weil er ein wichtiger Mann ist«, wollte Fabian im Hinblick auf das nächste Spiel bei HaSpo Bayreuth nichts riskieren. Die Rodinger würde es freuen, gewänne Lohr nun auch gegen die Bayreuther ...

Quelle: Mittelbayerische Zeitung