Hochspannung vor dem vorletzten Heimspiel

06.04.18

TSV Lohr - TG Landshut

Vier Spiele hat Handball-Bayernligist TSV Lohr (10./18:26) in dieser Runde noch vor sich. Vier Partien, die für das Team von TSV-Trainer Bernd Becker allesamt Endspiel-Charakter haben dürften angesichts der immer unübersichtlicheren Situation im Abstiegskampf der Klasse.

Vier Punkte als Ziel

„Wir brauchen uns nicht auf die Ergebnisse anderer zu verlassen, wir müssen selbst etwas tun“, erklärt Trainer Becker vor dem Heimspiel seines Team am Samstagabend gegen die TG Landshut (7./19:25), das um 19.30 Uhr in der Spessarttorhalle angepfiffen wird. Beckers schlichte Rechnung für die letzten vier Spiele lautet: „Wenn wir vier Punkte holen, dann sollten wir mit den letzten vier Plätzen nichts mehr zu tun haben.“ Denn für den Fünftletzten wird es auf jeden Fall zum Klassenerhalt reichen.

Sein Team steht vor den entscheidenden Wochen der Saison: Lohrs Trainer Bernd Becker.

Foto: Yvonne Vogeltanz

Dabei liegt Beckers Fokus besonders auf den zwei noch anstehenden Heimspielen – nun gegen Landshut und zwei Wochen später gegen HaSpo Bayreuth. Denn auswärts geht es noch zum TV Erlangen-Bruck, der beim Lohrer Gastspiel am 14. April möglicherweise den Meisterschaftsgewinn perfekt machen kann, sowie zum direkten Konkurrenten nach Rothenburg, der sich gegenwärtig in guter Verfassung befindet. Daher wäre es aus Lohrer Sicht nicht angebracht, Punkte in den Auswärtsspielen einzuplanen.

Die Partie gegen Landshut ist für Becker „ein richtungsweisendes Spiel für beide Mannschaften“. Denn der Gast aus Niederbayern ist zwar Tabellensiebter, spielt aber an den letzten drei Spieltagen ausschließlich gegen Spitzenteams (Friedberg, Erlangen-Bruck, Waldbüttelbrunn) und hat derzeit gerade einmal einen Punkt Vorsprung auf die Lohrer.

Der Lohrer Coach hat Respekt vor dem samstäglichen Gast, der das Hinspiel mit 37:29 gewonnen hat und eine Rückrundenbilanz von 13:5-Punkten aufweist. Beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison am 18. November 2017 hatte Landshut mit Stefan Axthaler, Dominik Abeltshauser und Matthias Elgeti noch eine Reihe von Routiniers aufgeboten, die zuletzt nicht mehr im Aufgebot standen. Dafür haben jüngere Akteure wie Matthias Müller, Enis Kabashi und Tobias Gretsch nach Verletzungen wieder Tritt gefasst und prägen das Landshuter Spiel in dieser entscheidenden Saisonphase.

Seit beinahe zehn Wochen sieglos

„Die Aufgabe ist lösbar, wenn wir eine entsprechende Leistung abrufen“, macht Bernd Becker dennoch klar. Allerdings rief seine Mannschaft zuletzt nur selten gute Leistunngen ab und ist seit nunmehr beinahe zehn Wochen in der Bayernliga sieglos. Die letzten vier Heimspiele beendeten die Lohrer allesamt mit einem Unentschieden, oft agierten die TSV-Spieler nervös und gehemmt. Nun aber wollen sie den Ballast abwerfen, zumal Lohr bis auf die langzeitverletzten Andreas Avar und Lorenz Schmitt in Bestbesetzung spielt.

U. Sommerkorn

Quelle: https://www.mainpost.de/sport/mainspessart/Hochspannung-vor-dem-vorletzten-Lohrer-Heimspiel;art798,9928632

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